Metall auf Maß bringen mit der Hobelmaschine

Holzhobel

Die Hobelmaschine für Metall ist nicht so weit verbreitet wie andere Zerspanungsmaschinen. Sie führt aber wichtige Aufgaben bei der Verarbeitung von Blöcken, Platten und Starkblechen aus. Bei kleineren Bauteilen wurde die Hobelmaschine weitestgehend von leistungsstarken Fräsen verdrängt. Bei Großplatten ist sie aber noch alternativlos. Sie dienen beispielsweise im Schiffsbau oder im Sondermaschinenbau zur Vorbereitung großer Fräsblöcke. Je besser diese vorbereitet sind, desto schneller und effizienter ist deren Endbearbeitung in der CNC Fräse. Das kann den Einsatz von einer Hobelmaschine auch heute noch interessant machen.

Aufgabe der Hobelmaschine in der Metallverarbeitung

Eine Hobelmaschine in der Metallverarbeitung trägt von einem Block, einer Platte oder einem Starkblech über einen großen Bereich Material ab. Sie dient damit meistens zur Vorkonfektionierung von Halbzeugen für die weitere Verarbeitung. Hobelmaschinen kommen heute vor allem bei der Verarbeitung von Großprodukten mit mehreren Metern Länge zum Einsatz. Bei kleineren Produkten kann auch eine Fräse die Aufgabe der Hobelmaschine übernehmen.

Funktionsweise einer Hobelmaschine für Metall

Metallhobel haben zwar die gleiche Aufgabe wie Holzhobel. Sie können diese aber nicht in gleicher Weise ausführen. Statt eines rotierenden Messers arbeiten Hobelmaschinen in der Metallverarbeitung mit einem linear bewegtem Meißel. Dieser wird über eine Spindelführung über die gesamte Länge des Bauteils bewegt. Dabei hebt der Spindel einen langen Span ab. Anschließend fährt die Maschine zum Startpunkt der nächsten Bahn und wiederholt den Vorgang. Dieses Verfahren ist dem "Stoßen" sehr ähnlich.

Da das Abhobeln auf diese Weise sehr langwierig ist, werden Hobelmaschinen schon seit Langem auch mit einem "Frässupport" ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen rotierenden Fräskopf, der statt des Hobels über die gewünschte Bahn geführt wird. Der Vorteil von der Hobelmaschine mit Frässupport besteht in seiner größeren Arbeitsbreite. Das gleichförmige Abtragen von Schichtdicken ist durch den Frässupport damit effizienter und schneller. Außerdem erzeugt es eine glattere Oberfläche und es lassen sich weitere Bearbeitungsschritte, beispielsweise das Einbringen von Versätzen oder Fasen, durchführen.

Einsatz von Hobelmaschinen in der Metallverarbeitung heute

Die Bedeutung von Hobelmaschinen hat in der Metallverarbeitung stark abgenommen. Die langwierige und ineffiziente Arbeitsweise macht es zunehmend schwierig, diese Maschinen wirtschaftlich einzusetzen. Bei unkritischen Teilen, wie beispielsweise Werkstoffproben, können Hobel- und Stoßmaschinen aber die wesentlich teureren CNC-Fräsen wirkungsvoll entlasten. Einmal eingestellt, arbeiten Hobel- und Stoßmaschinen zwar langsam, dafür aber sehr zuverlässig. Eine Beaufsichtigung der Maschine ist in der Regel nicht erforderlich. Da sie sehr lange Späne produziert, ist ihre Reinigung einfach.

Hobelmaschinen gehören bei metallverarbeitenden Unternehmen, die schon lange am Markt existieren, häufig zum Maschinenbestand. Sie werden aber kaum noch neu produziert. Im Schiffsbau findet man ähnlich Maschinen zum Planen von Motorblöcken. Darüber hinaus haben sie aber stark an Bedeutung verloren.

Dennoch kann die Verwendung von einem gebrauchten Metallhobel bei kluger Planung durchaus interessant sein. Die robusten, anspruchslosen und zuverlässigen Maschinen können Aufgaben übernehmen, für die eine Fräse zu teuer ist. Sie dienen damit vorwiegend heute als ergänzendes oder entlastendes Element einer Maschinenausstattung.

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